Stress: Was passiert im Körper?

Was ist Stress und was passiert dabei in unserem Körper?

Die Bezeichnung Stress kommt aus dem Englischen und meint einen Zustand der Beanspruchung oder Dehnung. Zu Unrecht ist der Begriff in unserem Sprachgebrauch meist negativ besetzt, denn es gibt auch Stress, der antriebssteigernd wirken kann. Hiermit sind neben beruflichen Herausforderungen auch Nervenkitzel wie beim Fallschirmspringen oder Lampenfieber vor Auftritten oder Prüfungen gemeint.

Wenn das Herz nicht nur vor Liebe rast

Egal ob es sich um eine reale Bedrohung wie den Säbelzahntiger beim Urzeitmenschen, eine psychische Belastung in Form einer Deadline beim Büroangestellten oder die Aufregung beim ersten Kuss Verliebter handelt: In Stresssituationen findet im Körper eine starke Hormonausschüttung statt. Dem Adrenalin kommt dabei die Hauptrolle zu. Es lässt kurzzeitig den Blutdruck in die Höhe steigen, sorgt für Herzrasen und einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Ist die vermeintliche Bedrohung überstanden, normalisiert sich die Hormonlage wieder.

Dauerstress kann tödlich sein

Hingegen kann anhaltender Stress schädlich für die Gesundheit sein. Denn das dabei zusätzlich ausgeschüttete Kortisol aus der Nebenniere kann die Blutdruckwerte und den Blutzucker über Stunden auf einem hohen Level halten. Experten warnen: Auf Dauer wirkt Kortisol wie ein Zellgift. Es schädigt die Gefäße und kann somit die Ursache für Schlaganfälle oder Herzinfarkte sein. Innere Unruhe, Konzentrationsprobleme und vor allem Schlafstörungen gehören zu den psychischen Folgen. Nicht zuletzt unterdrückt Kortisol das Immunsystem und führt damit zu einer erhöhten Infektanfälligkeit.

Unter Anspannung lassen Stresshormone den Blutdruck ansteigen. Foto: © shocky – fotolia.com


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