Schlaf Dich gesund! Erholsamer Schlaf ist lebenswichtig

Mindestens sieben Stunden pro Nacht schlafen

Wer gesund bleiben will, schläft nach aktuellen Empfehlungen der amerikanischen National Sleep Foundation am besten jede Nacht mindestens sieben bis acht Stunden – und zwar bis ins hohe Alter. „Daran sollte man sich orientieren, so wie man auf seinen Blutdruck oder Zuckerwert, seine Herzfrequenz oder andere Gesundheitsparameter achtet“, rät Professor Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums an der Charité Berlin anlässlich des „Tag der inneren Balance“ 2017. „Es geht nicht darum, dass die Zeiten jeden Tag exakt eingehalten werden. Im Durchschnitt sollte man aber über die Woche oder den Monat ungefähr sieben bis siebeneinhalb Stunden pro Tag schlafen“, empfiehlt der Wissenschaftler.

Körper und Geist regenerieren sich im Schlaf

Guter Schlaf ist lebenswichtig. Weil wir uns tagsüber immer mehr Herausforderungen ausgesetzt sehen, ist es wichtig, dass das Gehirn nachts zur Ruhe kommt. Um leistungsfähig zu bleiben, muss sich das Gehirn neu ordnen, erholen und regenerieren. Zudem wird im Schlaf das Immunsystem gestärkt. Es bereitet sich während der Nacht für den optimalen Schutz vor Erregern wie Viren, Bakterien, Pilzen oder Krebszellen vor. Die Erholung des Knochen- und Muskelsystems dient der körperlichen Leistungsfähigkeit am Tage.

Zu wenig Schlaf kann die Lebenserwartung senken

Wenn man jahrelang sehr schlecht schläft, geht das an die Substanz und an die Lebenserwartung. Dies ist durch mehrere große Kohortenstudien, in denen auch Schlafparameter erfasst wurden, statistisch belegt. Langfristig erhöht ein Mangel an Schlaf das Risiko von Herzkreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen wie Diabetes und psychischen Leiden. Schlechte Schläfer erkranken zudem doppelt so oft an einer Depression. „Menschen, die weniger als sechs Stunden schlafen, haben ein circa 13 Prozent höheres Risiko, vorzeitig zu sterben als Personen mit mehr als sieben Stunden Schlafdauer“, so der Berliner Schlafforscher.

Gesunder Schlaf – ein wichtiger Präventionsfaktor

Die Aufmerksamkeit für die Bedeutung des Schlafs nimmt mittlerweile etwas zu. So geben zum Beispiel viele Gesundheits-Apps Auskunft über den eigenen Schlaf. Und es gibt ein Bewusstsein dafür, dass genügend Schlaf für die Gesundheit wichtig ist. „Politische Initiativen, die beispielsweise das Thema Schichtarbeit ins Auge fassen, sind allerdings noch nicht erkennbar“, so Fietze, „und das, obwohl die WHO Schichtarbeit zu den krankmachenden Faktoren zählt.“ Zwar lassen sich nicht jede Schlafstörung und jede Erkrankung verhindern – durch Prävention kann man jedoch versuchen, lebensstilbedingte Schlafstörungen einzudämmen. „Das Thema gesunder Schlaf sollte deshalb genauso wie Bewegung oder gesunde Ernährung Bestandteil von Präventionsprogrammen sein“, so Fietze.

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Tipp: Kaffee ist keine Lösung

Wichtigstes Kriterium für einen gesunden Schlaf ist, dass man morgens erholt aufwacht und dann gut durch den Tag kommt. Ist dies nicht der Fall, weil man nachts zu kurz geschlafen hat, sollte man tagsüber lieber ein kurzes Nickerchen machen als sich etwa mit exzessivem Kaffee-Konsum aufzuputschen. Denn das Alkaloid Koffein bleibt bis zu acht Stunden im Körper – und kann so wiederum mitverantwortlich für Schwierigkeiten beim Einschlafen sein.


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